Auch Wirtschaftsanalysten nehmen an, dass es aufgrund der
desolaten westlichen Ökonomie und ihres Finanzsystems zu einem Krieg
kommen könnte und auch der englische Historiker Eric Hobsbawm hält eine
solche Perspektive für wahrscheinlich.
Neben den Hintergründen, Motivationen und Rahmenbedingungen sind auch
die mutmasslichen Schauplätze eines solchen größeren Kriegs bekannt.
Seit geraumer Zeit wird von der israelischen sowie von der US-Regierung
ein Krieg gegen den Iran vorbereitet, der bei passender Gelegenheit
geführt werden soll.
Die militärischen Vorbereitungen sind dabei seit längerer Zeit
abgeschlossen.
Behindert wurde der Beginn des Krieges vor allem dadurch, dass die
Unterstützung, die Bereitschaft wichtiger Akteure, bei einem solchen
Krieg mitzuziehen, unzureichend war. Zwischen 2006 und 2008 waren
mehrere Versuche unternommen worden, den Krieg zu beginnen, die an
Widerständen solcher Akteure scheiterten. Zu diesen Versuchen gehörte
auch die Provokation im April 2007 durch englische Armeeangehörige, die
in iranische Gewässer eindrangen und daraufhin verhaftet wurden.
Während damals irakische Behörden diese Grenzverletzung feststellten,
erklärte unter anderem die deutsche Presse das Verhalten der Iraner als
"Piratenakt", obwohl die Festnahme fremder Truppen, die ohne Einladung
eine Grenze überschreiten, zu den üblichen Vefahren bei solchen
Vorfällen zu rechnen ist.
Die antiiranische Propaganda war zu diesem Zeitpunkt von den westlichen
Medien bereits zugespitzt worden.
Jedoch weigerten sich führende Militärs der US-Armee bei einem Krieg
mitzuziehen und blockierten damit den Angriff: dieser wäre Gefahr
gelaufen, in einem Desaster für die Angreifer zu enden, da außer bei
Israelis und Amerikanern die Unlust gegenüber einem solchen Krieg groß
war und seine Unterstützung entsprechend gering. Auch der Versuch der
Israelis, im Zusammenhang des Georgienkrieges loszuschlagen, scheiterte.
Auch weigerte sich die CIA, die geheimdienstliche Begründung eines
solchen Kriegs zu liefern: es wurde im NIE-Report festgestellt, dass
seitens des Iran keine virulente Gefahr bestand.
Ungeachtet dieser Probleme wurde die Bereitschaft für den Krieg
aufrechterhalten.
Die an dem Krieg interessierten Kräfte - insbesondere der
Neokonservativen in den USA und Europa - bemühten sich, die Defizite,
besonders den Mangel an Unterstützung zu beheben.
Hierbei konnten mehrere Erfolge verbucht werden: das Desinteresse der
französichen Regierung an einem Irankrieg konnte mit der Wahl des
US-freundlichen Sarkozy ausgeräumt werden: es wurde ein wichtiger
europäischer Partner gewonnen.
Ähnlich in Großbrittannien: die unter und nach Blair eingezogene
Kriegsmüdigkeit - besonders Gordon Brown verweigerte sich weiteren
Militäraktionen - konnte mit dem Regierungswechsel zum konservativen
Cameron gestoppt werden: der erklärte, Großbrittannien sei jederzeit
bereit, einen Irankrieg zu unterstützen.
Problemfall Deutschland
Allerdings scheiterte der Versuch, die Deutschen auf die Seite der
Kriegsunterstützer zu ziehen. Dies erschien noch zum Jahresbeginn 2011
aussichtsreich: Aussenminister Westerwelle, der wenig Bereitschaft zur
Kooperation zeigte und der das deutsche Engagement in Afghanistan
baldmöglichst beenden wollte, war durch Medienkampagnen in die Ecke
gestellt worden und konnte in der Regierung nur noch als "5.Rad am
Wagen" ohne jede Richtungskompetenz agieren.
Dafür war die Position des rückhaltlos US-freundlichen Befürworters
militärischer Massnahmen, des Verteidigungsminister Guttenberg,
besonders durch die NATO-treue BILD-Zeitung auf ein Niveau aufgebaut
worden, das seine Kanzlerkandidatur als Ersatz für Angela Merkel zur
Selbstverständlichkeit machte.
Die entsprechende Rochade, aus Anlass eines schweren Verlustes für die
CDU bei der Wahl in Baden-Württemberg Merkel zum Rücktritt zu bewegen
und durch Guttenberg auszutauschen, wurde jedoch zum Scheitern gebracht
durch die insbesondere durch die FAZ gesponsorte Medienkampagne gegen
ihn, die die bis dahin kaum beachteten Plagiatsvorwürfe gegen ihn
nutzten.
Die an der Kampagne beteiligten Medien verhinderten damit eine
proamerikanisch-kriegsfreundliche Ausrichtung der deutschen Politik:
diese hätte die deutschen Wirtschaftsinteressen, für die die Geschäfte
mit östlichen Partnern inzwischen einen höheren Stellenwert haben, als
die angloamerikanischen, erheblich beeinträchtigt, besonders im Fall
eines Kriegs gegen den Iran.
Ein solcher Krieg wäre für die Kontinentaleuropäer auch durch die zu
erwartende massive Ölpreiserhöhung infolge des Krieges nachteilig
ausgeschlagen.
Zu den schwerwiegenden Konsequenzen, die das Interesse der Europäer
daran dämpften, ist ausserdem zu rechnen, dass sich die Ausweitung eines
solchen Kriegs zu einem neuen Weltkrieg abzeichnete bzw. dass eine
solche Eskalation kaum durch sie kontrolliert oder verhindert werden
konnte.
Die Propaganda der kriegsbefürwortenden Journalisten bemühte sich darum,
die Erwartungen für einen solchen Krieg zu beschreiben als gezielte
"chirurgische Schläge", die sich auf die iranischen Atomanlagen
beschränken würden. Man versucht, dem Publikum zu suggerieren, innerhalb
weniger Tage beschränkter Militäroperationen sei die Sache zu erledigen:
in solchem Umfang sei die Öffentlichkeit des Westens zwar nicht wirklich
zu begeistern für einen solchen Krieg, aber willig, ihn mindestens zu
tolerieren.
Realistische Betrachtungen zum Ausmass der Kriegsführung (auch von
Militärs des Pentagon mit Erfahrung entsprechender "Wargames") zeigten,
dass tatsächlich massive Bombardierungen des Irans im Kriegsfall zu
erwarten sind, wahrscheinlich mit der Konsequenz von Millionen ziviler
Opfer.
Die beteiligten Israelis hatten in der Vergangenheit auch belegt, dass
sie sich bei militärischen Einsätzen nicht auf die Zerstörung
militärischer Ziele beschränkten, sondern in großem Umfang zivile
Infrastruktur, Strassen, Kraftwerke, Krankenhäuser, WOhnviertel usw. in
Trümmer legten.
Wahrscheinlichkeit eines Weltkriegs
Die Ausweitung des Kriegs wäre, sobald erst einmal die Schwelle zum
Kriegseintritt durch die wichtigsten unterstützenden Länder genommen
wäre, kaum noch einzugrenzen: eine solche Ausweitung könnte dabei
insbesondere China betreffen, das bedeutsame Interessen mit dem Iran
verbindet und dessen Ölversorgung und Schiffahrtsrouten durch einen
Irankrieg beeinträchtigt oder ganz blockiert werden könnten:
Provokationen, die einen Kriegseintritt Chinas unausweichlich machen
könnten, wären dann eine sehr naheliegende Option.
Bereits heute zeichnet die Propaganda der westlichen Medien ein Bild von
dem Verhalten der Chinesen, dass sie als aggressiv in der Wahrnehmung
ihrer Interessen und bereit zur Übertretung festgelegter Regeln und
Abkommen zeigt. Die Behinderung oder Blockade der chinesischen
Schiffahrt durch Marineeinheiten der NATO im Bereich des persischen
Golfs oder des Horn von Afrika mit der Begründung, durch sie werde z.B.
ein Waffenembargo gebrochen, wenn man sie nicht aufhielte, ist damit als
reguläre Massnahme eines ursprünglich auf die Ausschaltung der
iranischen Atomanlagen ausgerichteten Krieges ohne weitere Umstände zu
legitimieren und umzusetzen.
Da andererseits die chinesische Ökonomie für ihre Versorgung mit
Rohstoffen auf den Betrieb dieser Schiffahrtsrouten angewiesen ist,
liegt wiederum eine militärische Reaktion der Chinesen nahe, da
existenzielle Interessen bedroht würden.
Verstärkt wird eine solche Perspektive durch die aktuellen
amerikanischen Bemühungen, eine pazifische Allianz gegen China zu
schmieden (Zitat Obama "return to asia"), für die unter anderem bereits
Australien als Partner gewonnen wurde.
Die Wahrscheinlichkeit eines Weltkriegs wäre damit als hoch
einzuschätzen. Auch die "Asia Times" befürchtet aktuell, dass ein großer
Krieg wahrscheinlich sei.
Die US-amerikanische RAND-Corporation, ein führender Think-Tank des
US-Militärs, der nach dem 2.Weltkrieg etabliert wurde, empfahl nach der
Entwicklung der Finanzkrise, dass ihre negativen Wirkungen auf die
globale Ökonomie durch einen größeren Krieg zu kompensieren seien. Auch
dies spricht für eine entsprechende Ausweitung.
Nicht nur die USA, auch für europäische Länder steht anlässlich der
unkontrollierbaren Entwicklung der Finanz-und Wirtschaftskrise und ihrer
Konsequenzen die Versuchung im Raum, diese durch einen größeren Krieg
zur Nebensache zu machen. Ein solcher Krieg würde die Möglichkeit
bieten, den kriegsbedingten Ausnahmezustand auszurufen, und so Proteste
gegen die Politik zu kontrollieren.
Darüberhinaus bietet ein größerer Krieg den USA, England und den anderen
NATO-Staaten die Option, die Potenziale, die ihnen bisher noch
Überlegenheit gegenüber den aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsmächten
gewährleisten, auszuspielen, solange dies noch möglich ist.
Dazu gehören insbesondere die militärische Überlegenheit: 80% der
weltweiten Rüstungsausgaben werden von den Budgets der NATO und ihrer
Verbündeten übernommen. Aufgrund der Belastungen durch die Finanzkrise
wären sie gezwungen, wenn sie nicht die Gelegenheit nutzen, dies
Potenzial nun einzusetzen, es zu reduzieren und ihren geschrumpften
finanziellen Möglichkeiten anzupassen. Aktuell besteht damit derzeit die
letzte Möglichkeit einen Krieg gegen China erfolgreich zu führen und den
ansonsten unaufhaltsamen Aufstieg des Landes zu stoppen.
Die zweite Trumpfkarte des Westens liegt in der noch bestehenden
Beherrschung des globalen Finanzsystems: noch hat der Dollar die
Funktion der weltweit gültigen Reservewährung. Und noch kann die Macht
der Wallstreet und der Londoner City und ihre Fähigkeiten zu fast
beliebigen Manipulationen als nahezu ungebrochen gelten.
Auch diese Dominanz dürfte kaum ohne einen Krieg aufrecht zu erhalten
sein.
Wirtschaftlich fällt das Potenzial der westlichen, besonders der
amerikanischen Rüstungsindustrie ins Gewicht. Durch einen
Kriegs-Keynesianismus als umfassendes Beschäftigungsprogramm ließe sich
damit die heimische Wirtschaft stabilisieren. Ähnliches gilt für andere
NATO-Staaten oder für Israel.
Profitieren würde auch die angloamerikanische Ölindustrie durch den
erwartbar stark ansteigenden Ölpreis. Sie könnte ihre verfügbaren
Vorräte profitabel vermarkten und Reserven erschließen, die bei
geringerem Ölpreis unwirtschaftlich sind.
Schließlich würde als wesentlicher Vorteil zugunsten der angreifenden
Staaten die überlegenen publizistischen / propagandistischen Fähigkeiten
der westlichen Medien und ihrer Netzwerke ausschlagen, die etwa im Fall
Rupert Murdochs Medienkonzerns auch in etlichen asiatischen Ländern
präsent sind.
Obama selbst könnte einen persönlichen Vorteil mit einem Krieg
verbinden: 2012 ist das Jahr der Präsidentenwahl und seine Bestätigung
im Amt mehr als fraglich. Ein kriegführender Präsident jedoch wird
üblicherweise von der Wählerschaft begünstigt. Auch die Medien stehen in
der Regel hinter ihm. Die neokonservativen Gegner seiner Präsidentschaft
wären durch einen solchen Krieg zu befriedigen und die republikanische
Partei könnte ihre Fundamentalopposition ihm gegenüber einstellen.
Die englische Regierung, als Juniorpartner der amerikanischen
Führungsmacht, kann sich ähnliche Vorteile von einem Krieg versprechen:
er bietet die Möglichkeit, von den zerrütteten Verhältnissen und der
Überschuldung im eigenen Land abzulenken und die Neigung zu sozialen
Unruhen zu kontern durch die Notwendigkeiten eines Krieges.
Vor dem dargestellten Hintergrund sind die Bemühungen nachvollziehbar,
durch Provokationen gegenüber dem Iran und China die Stimmung zu
verschärfen und ggf. einen Kriegsgrund zu erhalten. Ob dies erfolgreich
sein wird, bleibt eine andere Frage.
Der Neigung der US-Führung zu einem Krieg - sobald die Rahmenbedingungen
erwarten lassen, dass er nicht kurzfristig in eine Niederlage führt -
steht die Unlust der kontinentaleuropäischen NATO-Partner gegenüber.
Zwar kann davon ausgegangen werden, dass eine Mehrheit der Politiker
(und der Medien ohnehin, die routinemäßig allen militärischen Projekten
der NATO oder der USA ihren Rückenwind geben) einen solchen Krieg zu
unterstützen bereit sind. Dem entgegen stehen jedoch die Interessen der
Wirtschaft - besonders in Deutschland - die zunehmend vom Geschäft mit
den asiatischen Handelspartnern profitiert und insgesamt überwiegend
Nachteile zu erwarten hätte. Energiekonzerne, wie EON waren vor Beginn
der Sanktionen gegenüber dem Iran bereits auf dem Sprung, Geschäfte mit
dem Mullahregime zu machen, um die iranischen Gasvorräte anzuzapfen und
ist, ebenso, wie BASF, in umfangreichen Beziehungen mit Russland
engagiert, das ebenfalls der Unterstützung des Iran zuneigt. Der größte
Teil der deutschen Industrie ist abgeschreckt von der Perspektive auf
einen hohen Ölpreis, den ein Krieg erwarten lässt. Und eine mehr oder
weniger starke Einschränkung des Ostasiengeschäftes, die sich aus einem
Krieg ergibt, ist ebenfalls unerwünscht, besonders bei der
Automobilindustrie und den Maschinenbauern.
Ähnliches kann angenommen werden für die meisten anderen europäischen
Staaten, auch wenn die Bereitschaft der konservativen Regierungen etwa
in Schweden oder Spanien zu einem Kriegseintritt sicher höher ist und
sich die traditionell amerikafreundlichen osteuropäischen Regierungen
einem Krieg wohl nicht verweigern würden.
Unklar ist die Lage in Frankreich: im Fall einer deutschen Beteiligung
würde sicher auch die französische Regierung mitziehen. Sarkozy selbst
würde sicher einem Kriegseintritt zuneigen. Er dürfte allerdings
Schwierigkeiten damit haben, den Rest der französischen Gesellschaft und
selbst seiner eigenen Partei von den Vorteilen einer Kriegsbeteiligung
zu überzeugen.
Die Wahrscheinlichkeit eines neuen großen Krieges kann unter
Berücksichtigung der unterschiedlichen Kräfte und Interessen aktuell auf
vielleicht 50% beziffert werden.
Viel wird davon abhängen, ob es den europäischen Medien gelingt, das
Publikum davon zu überzeugen, dass ein Krieg zwar nicht wünschenswert
aber als unumgänglich - um vermeintliche iranische / chinesische
Provokationen zu kontern - akzeptiert werden muss und dabei als geringes
Übel ("chirurgische Schläge") gewertet werden kann (dass diese Erwartung
durch den tatsächlichen Kriegsverlauf dann konterkariert wird, ist
irrelevant, nachdem die initiale Zustimmung / Akzeptanz in der
Öffentlichkeit erreicht wurde).
Die wichtigste Bühne für diese "Auseinandersetzung um die Köpfe" der
Öffentlichkeit ist dabei Deutschland aber auch Frankreich. Wenn hier das
Pendel zugunsten der Akzeptanz eines Krieges schwingt, dann wird er nur
noch schwer aufzuhalten sein: die erforderliche "kritische Masse" seiner
Unterstützung wäre erreicht, wenn die beiden größten
kontinentaleuropäischen Staaten sich auf einen solchen Krieg einlassen,
und dann den Rest der EU-Staaten in ihrem Kielwasser folgen lassen. Zu
den wichtigsten Befürwortern eines neuen (und in der Vergangenheit jedes
amerikanischen bzw. NATO-Krieges) gehört Bernhard Henri-Levy. Er steht
in engem Kontakt mit der französischen Rüstungsindustrie, die über den
überwiegenden Teil der Medien in Frankreich verfügt. Auch die deutsche
"Zeit" veröffentlicht immer wieder seine Plädoyers für den jeweils
aktuellen oder bevorstehenden Krieg. In Deutschland befürworten zum
Einen die Medien des Springer-Verlags die Kriege der NATO und der USA:
sie haben sich per Redaktionsstatut dazu verpflichtet. Unterstützt
werden diese westlichen Kriege auch nahezu durchweg von der
linksliberalen Presse - hierunter der SPIEGEL, die Süddeutsche Zeitung,
die "Zeit" sowie von den öffentlichen Medien, etwa der ARD, die etwa vor
dem Beginn des Irakkrieges den damaligen Bundeskanzler Schröder in die
Zange nahmen, um ihn zu einer Kriegsbeteiligung zu bewegen. Diese
Unterstützung erfolgt regulär dadurch, dass die von der NATO oder von
den US-Geheimdiensten zugelieferten Argumente oder auch manipulierten
Informationen (im Fall des Iraks zu nichtvorhandenen
Massenvernichtungswaffen) meist eins zu eins übernommen werden.
In krasser Form hatte anlässlich des Georgienkriegs der Chef des
Ressorts für Außenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung, Stefan
Kornelius, die Erklärungen der georgischen Regierung, die den Krieg mit
einem massiven Angriff begonnen hatte, wiederholt ungeprüft übernommen
und sie in eine Argumentation, die den Einsatz der NATO forderte,
einfließen lassen, obwohl aus den vorliegenden Informationen längst zu
entnehmen war, dass der Krieg durch das aggressive Verhalten der
georgischen Regierung verursacht worden war.
Entsprechende kriegsbefürwortende Interventionen sind von der
linksliberalen Presse zu erwarten. Zurückhaltung, ggf. Kritik dagegen
eher von manchen bürgerlichen Medien, wie der FAZ.
Insgesamt geht die Auseinandersetzung um die Frage, ob sich
Deutschland zukünftig vermehrt dem Osten zuwendet - also etwa den
prosperierenden Wirtschaftsbeziehungen mit China und Russland - oder ob
man festhält an der seit dem Ende des zweiten Weltkriegs bestehenden
transatlantischen Allianz, deren angloamerikanischen Führungsmächte sich
allerdings mittlerweile in rapidem Verfall befinden und nun dazu neigen,
diesen mit militärischen Mitteln aufzuhalten.
http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/MK11Ak01.html
http://atimes.com/atimes/China/ML22Ad05.html
http://news.sohu.com/20081030/n260330741.shtml
http://www.thepeoplesvoice.org/TPV3/Voices.php/2008/11/03/title-2
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/historiker-eric-hobsbawm-es-wird-blut-fliessen-viel-blut-662937.html