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US-Kongress gibt Geld für taktische Atomwaffen
Der US-Kongress hat einen millionenschweren Forschungsetat zur
Entwicklung neuartiger taktischer Atomwaffen gebilligt. Repräsentantenhaus
und Senat verabschiedeten jeweils mit großer Mehrheit eine Vorlage zu
Energie- und Wasserprojekten, in der auch 7,5 Millionen Dollar (6,4
Millionen Euro) für die Entwicklung von Atomwaffen vorgesehen sind, die
tief in der Erde verborgene Ziele zerstören können.
Die US-Regierung hatte dafür allerdings ursprünglich die doppelte
Summe bereitstellen wollen. Das Gesetz muss nun noch von US-Präsident
George W. Bush unterschrieben werden. Der Etat wird für die Umwandlung
von zwei vorhandenen Atombombentypen - B61 und B83 - verwendet. Die
Sprengköpfe sollen so modifiziert werden, dass sie einen Aufprall auf die
Erdoberfläche mit Überschallgeschwindigkeit überstehen und erst tief in
der Erde explodieren.
10.000 potenzielle Ziele weltweit
Damit sollen unterirdisch gelegene Bunker, Kommandozentren und
Waffenlager bekämpft werden. Nach Angaben des Geheimdienstes des
US-Verteidigungsministeriums, der Defense Intelligence Agency (DIA),
existieren rund 10.000 derartige Anlagen in mehr als 70 Ländern.
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