| |
| SCO-Gipfel
in Shanghai: neuer Gegenpol zur NATO? |
Formiert
sich die SCO als neuer strategischer Gegenpol der NATO ?
Dies ist die spannende Frage, die von westlichen Journalisten angesichts
des aktuellen Gipfels gestellt wird.
Als erstem Redner eines der SCO-Beobachterstaaten wurde Irans
Ahmahdinedschad das Wort erteilt.
|
China und Russland als die tragenden Pfeiler der SCO repräsentieren
mit den zentralasiatischen Mitgliedsstaaten ein Bündnis, das sich
fraglos dem Abwehrreflex gegenüber der zunehmenden
geostrategischen Einkreisung durch die NATO und die USA verdankt.
Alle Beteiligten hatten seit dem Ende des Kalten Krieges genügend
Gelegenheit, den Druck zu erfahren, der von seiten des Westens auf
sie ausgeübt wurde und ihre Souveränität auszuhöhlen drohte.
Adressiert wurde von ihnen unter anderem auch die Unterminierung
ihrer Strukturen durch sogenannte "orangene
Revolutionen", die durch die USA gesponsort wurden, um den
westlichen Einfluss auch hier durchzusetzen, wie in Georgien und
in der Ukraine.
Auch islamistische Rebellen waren seit den 80er-Jahren vielfach
von seiten der USA umfangreich unterstützt, etwa in Afghanistan,
in Tschetschenien, in Bosnien und im Kosovo, um den
Einflussbereich des sozialistischen Blocks von seinen Rändern her
aufzulösen.
Die SCO kann als Reaktion auf diese Entwicklungen gelten: nicht länger
Spielball westlicher Dominanzbestrebungen zu sein.
Auch für einige der Beobachterstaaten kann dies gelten, wie etwa
für Pakistan, deren Bevölkerung sich ausserordentlich unwohl fühlt
mit der bisherigen engen Allianz mit den USA und nicht zuletzt der
Iran: in den Vergangenen Monaten war bereits spekuliert worden über
eine mögliche Aufnahme dieser Länder, wie auch Indiens, die
bisher einen Beobachterstatus bei der SCO innehaben.
Zwischen Indien und China wurde kürzlich nach fast 4 Jahrzehnten
diplomatischer Eiszeit ein Militärabkommen abgeschlossen.
Originalartikel bzw. ergänzende Info hier |
|
|