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Irak-Waffenbericht
- Briten
machen Kriegsgrund aus
Meinungsmache für US-Krieg gegen Terror
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sei "sehr frustriert", dass
die US-Regierung bislang keine Strategie gefunden habe, die öffentliche Meinung
weltweit zu Gunsten des amerikanischen Krieges gegen den Terror zu manipulieren,
beschreibt die "New York Times" die Stimmung im Pentagon. Bislang
setzen die USA Propaganda ausschließlich gegen Feinde ein, nicht gegen Allierte.
Deutschland und Pakistan im Visier
Dem Bericht zufolge hat das Pentagon auch Verbündete im Visier: So könnten in
Deutschland bald amerikanische Falschmeldungen eintrudeln. Denn dort hatten
einige der Terroristen vom 11. September 2001 in Ruhe ihre Tat vorbereitet. Auch
Pakistan scheint auf der Propaganda-Liste der USA zu stehen. Zahlreiche flüchtige
El-Kaida-Führer werden hier vermutet. Besonders Moscheen und Religionsschulen könnten
Ziel amerikanischer Propaganda-Aktionen werden: Die USA sieht hier offenbar den
Nährboden für Extremismus und Anti-Amerikanismus.
USA könnten für gute Nachrichten sorgen
Anstatt Nachrichten zu erfinden oder zu manipulieren, könnten die USA einfach
selber für gute Nachrichten sorgen. So soll im Gespräch sein, eigene, gemäßigte
Koranschulen verdeckt zu gründen. Weiterhin gebe es Überlegungen,
pro-amerikanische Demonstrationen und Kundgebungen zu finanzieren und somit zu
stärken. Sogar der Vorschlag, Journalisten für gefällige Nachrichten zu
bezahlen, liegt auf dem Tisch. Dieser soll allerdings im Pentagon heftig
umstritten sein