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Krieg
im Irak - Würde
neun Milliarden pro Monat kosten
Was wird im Angriffsfall aus den Füchsen?
Fischer äußerte sich aber nicht dazu, was mit den sechs deutschen Panzern im
Fall eines US-Angriffs auf den Irak geschehen soll. Verteidigungsminister Peter
Struck (SPD) hatte einen Abzug der ABC-Spürpanzer angekündigt, falls die USA
den Irak angreifen sollten. Wenn die Gefahr bestehen sollte, dass deutsche
Soldaten in eine kriegerische Auseinandersetzung verwickelt werden sollten, wäre
der Einsatz der Panzer in Kuwait nicht mehr gedeckt, hatte Struck gesagt. Ein
Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, es sei an der Zeit sich über eine
Mandatsverlängerung Gedanken zu machen. Die Frage des Abzugs der Spürpanzer
stelle sich derzeit aber nicht. Die Lage müsse aber neu bewertet werden, wenn
es zu einem Angriff kommen sollte.
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Verhandlungen
in Wien - UN
und Irak diskutieren
Fischer: Keine Soldaten für mögliche Friedenstruppe
Fischer sagte weiter, die Bundesregierung bleibe dabei, dass sie sich auch im
Falle eines UN-Mandats etwa nach einer gescheiterten Waffeninspektion nicht an
einem Krieg gegen den Irak beteiligen werde. "Wir haben uns eindeutig
festgelegt, dass wir uns militärisch nicht beteiligen." Darüber hinaus
schloss er auch eine deutsche Beteiligung an einer UN-Friedenstruppe nach einem
möglichen Irak- Krieg aus. "Wir beteiligen uns nicht. Da wird nichts
relativiert." Es gebe eine klare Position des Kanzlers und des Außenministers.
Die USA wollen die anderen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats von einer
"harten" Irak-Resolution überzeugen, die auch ein militärisches
Vorgehen einschließen soll. Russland, Frankreich und China haben dazu
Vorbehalte.
Bundestag muss weiterem Kuwait-Einsatz zustimmen
Im Öl-Staat Kuwait sind seit Februar sechs deutsche Fuchs-Spürpanzer mit 52
Bundeswehr-Soldaten stationiert. Sie sind auf das Aufspüren von atomaren,
biologischen und chemischen Waffen spezialisiert. Der Einsatz ist gedeckt durch
einen Bundestagsbeschluss von November 2001 zur Bereitstellung von insgesamt
3900 deutschen Soldaten für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus
(Operation "Enduring Freedom"). Dazu gehören insgesamt 800 Soldaten
der ABC-Einheiten. Das Mandat für den Anti-Terror-Einsatz der 3900
Bundeswehrsoldaten läuft Mitte November aus und kann nur durch den Bundestag
verlängert werden.
Verstimmungen wegen angeblicher Äußerung von Däubler-Gmelin
Zwischen Berlin und Washington gibt es wegen der Irak-Frage und der angeblichen
Hitler-Äußerungen von Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD)
Verstimmungen. Fischer zeigte sich dennoch überzeugt, dass die Beziehungen
"gut" und "belastbar" seien. "Ich bin sicher, dass
aufgetretene Irritationen im Geiste guter Partnerschaft überwunden
werden." Deutschland sei "in voller Solidarität im Kampf gegen den
Terror und bei den UN-Friedensmissionen".
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