Irak soll offenbar US-Brückenkopf werden (t-news 20.4.) Die USA planen eine langfristige militärische Zusammenarbeit mit der zukünftigen irakischen Regierung. Das US-Militär wolle vier Militärstützpunkte im Nachkriegsirak weiter nutzen, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Militärkreise. "Es wird eine Art Langzeit-Verteidigungsbeziehung mit einem neuen Irak geben, ähnlich wie mit Afghanistan", zitierte die Zeitung einen hochrangigen Beamten aus dem Verteidigungsministerium. "Das Ausmaß muss noch festgelegt werden." Stützpunkte an zentralen Orten gewünscht Engagiert sich die Nato im Irak? Geheime Sitzung der Nato-Botschafter
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USA wollen höchstens zwei Jahre im Irak bleiben( t-news
22.4.03)
Die USA wollen ihren Auslandseinsatz im Irak nach eigenen Angaben höchstens auf
zwei Jahre ausdehnen. Der Chef der US-Behörde für Internationale Entwicklung (USAID),
Andrew Natsios, kündigte damit ein anderes Vorgehen als nach dem
Afghanistankrieg an, wo Hilfsprogramme für einen Zeitraum von zehn bis 20
Jahren veranschlagt würden.
Überbrückungshilfe von 2,5 Milliarden
Für den Wiederaufbau des Landes wollen die USA in diesem Jahr 2,5 Milliarden
Dollar bereit stellen. Natsios zufolge handelt es sich um eine Hilfe zur Überbrückung
bis zur Etablierung einer neuen demokratischen Regierung in Bagdad. Der Irak
verfüge über potenziellen Reichtum und sei durchaus kein Dritte-Welt-Land,
sagte Natsios.
USA suchen Mitfinanzierer
In den kommenden Jahren könne der Irak durch Ölverkäufe zwischen 18 und 20
Milliarden Dollar jährlich einnehmen und so die Entwicklung zu einem
"Mittelklasse-Land" voran treiben. Für die Kosten des Wiederaufbaus
halten die USA bereits Ausschau nach Mitfinanzierern. Im Gespräch sind unter
anderem die Türkei, Saudi-Arabien, die Golf-Staaten, Japan und Deutschland.
Angeblich lägen bereits Zusagen im Umfang von 1,3 Milliarden Dollar vor.
Rumsfeld: Keine Militärstützpunkte
Auch militärisch haben die USA keine Pläne für eine längerfristige
Stationierung von Truppen im Irak, sagte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.
Die US-Soldaten sollten nur so lange im Irak bleiben, wie nötig sei, um das
Land zu stabilisieren. Er wies Berichte zurück, wonach die US-Regierung über
den Aufbau längerfristiger Militärbeziehungen mit dem Irak diskutiert hat, bei
dem sie Flugplätze in Bagdad und anderen Orten nutzen könnten.