Keine Hinweise auf ABC-Waffen-Produktion
Laut Blix haben die Waffeninspektoren bislang keine Hinweise darauf, dass der
Irak unterirdisch chemische und biologische Waffen produziert. Es gebe aber
Unklarheiten darüber, was mit ABC-Waffen passiert sei, von denen das
Saddam-Regime behauptet, es habe sie zerstört.
Befragungen auf neutralem Boden geplant
Dazu wollen die UN-Chefinspekteure Blix und sein Kollege Mohammed el Baradei
irakische Wissenschaftler außerhalb des Landes befragen. Blix sagte, seine
Inspekteure hätten inzwischen zehn Forscher befragen können, ohne dass diese
Tonbandaufnahmen von dem Gespräch aufnahmen, sieben davon in der vergangenen
Woche.
Lob für Zerstörung von Raketen
Die angelaufene Vernichtung von Al-Samoud-Raketen würdigte Blix als
"substanzielle Abrüstung". Es handele sich dabei tatsächlich um die
erste Zerstörung tödlicher Waffen im Irak seit Anfang der 90er Jahre. Er wies
aber zugleich darauf hin, dass der Irak die Raketenzerstörung am Freitag
ausgesetzt habe. Er hoffe, dies sei nur eine vorübergehende Maßnahme. Bagdad
hatte zuvor erklärt, es werde die Vernichtung von Raketen einstellen, wenn ein
US-Angriff unmittelbar bevorstehe.
Blix fordert erneut mehr Zeit
Blix sprach sich dafür aus, die Waffeninspektionen im Irak noch einige Monate
fortzusetzen. Selbst wenn Bagdad uneingeschränkt "pro-aktiv" mit den
Inspekteuren zusammenarbeite, bräuchten diese für die Erfüllung ihres
Auftrags noch Zeit. Es gehe dabei nicht um Jahre, aber auch nicht nur um Tage,
sondern um mehrere Monate.