Keine zuverlässigen Angaben
Der IPPNW-Studie zufolge wurden während des Krieges zwischen 7800 und 9600
irakische Zivilisten getötet. Die meisten Opfer habe es unter irakischen
Soldaten gegeben: Zwischen 13.500 und 45.000 seien während der Kampfhandlungen
gefallen. Die genaue Zahl werde aber wahrscheinlich nie bekannt werden, weil es
keine zuverlässigen Angaben dazu gebe.
Krieg traf die Schwächsten
Die Gesundheitslage im Irak - vor allem die der Kinder - sei bereits vor dem
Krieg sehr schlecht gewesen. Der Krieg habe die Situation noch verschärft und
vor allem die Schwächsten getroffen, schreiben die Ärzte weiter. Durch den
Zusammenbruch von Recht und Ordnung nach dem Krieg seien die irakischen
Gesundheitsinstitutionen außer Stande, der Bevölkerung die nötige Hilfe zu
gewährleisten.
Krankheiten durch Umweltverschmutzung
"Armut, Unterernährung, Wassermangel und ungenügende medizinische
Versorgung setzen der Gesundheit der irakischen Bevölkerung sehr zu",
sagte Sabya Farooq, einer der Autoren des Berichtes. Außerdem litten die
Menschen unter der kriegsbedingten Umweltverschmutzung.
Internationale Gemeinschaft soll helfen
Nach den Worten von June Crown, Präsident der britischen IPPNW-Sektion, werden
die Folgen des Krieges noch viele Jahre lang zu spüren sein. Die internationale
Gemeinschaft sei deshalb verpflichtet, die langfristigen Auswirkungen des
Krieges auf die Menschen so weit wie möglich zu lindern. Die Medizinexperten
waren nach eigenen Angaben seit März 2003 für die unabhängige Untersuchung
der Gesundheits- und Umweltsituation im Irak unterwegs.
| dpa |