Telefone werden angezapft
Dem Blatt zufolge hat der amerikanische Geheimdienst National Security Agency (NSA)
am 31. Januar ein Memorandum verfasst, dass ausdrücklich Anweisungen zu den so
genannten "schmutzigen Tricks" enthält. Zu den erlaubten Maßnahmen zählen
das Abhören von Privattelefonen sowie das Abfangen von Post und E-Mails.
Wer stimmt wie in Sachen Irak?
Der "Observer" will im Besitz eines brisanten NSA-Dokumentes sein.
Darin sollen die NSA-Mitarbeiter und Vertreter eines "befreundeten ausländischen"
Geheimdienstes angewiesen worden sein, die US-Behörden über die
"Abstimmungsabsichten" von Sicherheitsratsmitgliedern "stets auf
dem neuesten Stand" zu halten. Die USA und Großbritannien werden von den
Anweisungen ausdrücklich ausgenommen.
"MIBs" belauschen UN-Diplomaten
Die Experten sollen sich demnach auf Delegationen konzentrieren, deren
Zustimmung zur zweiten Irak-Resolution wichtig ist. Neun der 15 Mitglieder müssen
den Antrag zu seiner Annahme billigen. Laut "Observer" sollen die
Geheimdienstler insbesondere die Delegationen von Angola, Kamerun, Chile,
Bulgarien, Guinea und Pakistan im Auge behalten.