Beginn des islamischen Opferfestes
Zunächst hatte die Armee die Ausgangssperren in allen sechs besetzten Palästinenserstädten
vorrübergehend aufgehoben. Der Grund: Der Beginn des islamischen Opferfests Eid
el Adha. Das Opferfest ist der höchste Feiertag im Islam und wird zum Abschluss
der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka begangen.
Totale Absperrung ist die Ausnahme
Durch die Absperrung können Palästinenser aus dem Westjordanland und dem
Gazastreifen nicht nach Israel reisen, wo viele von ihren arbeiten. Reisebeschränkungen
gelten in den besetzten Gebieten seit Beginn des Palästinenseraufstands im
September 2000. Die völlige Absperrung war bislang jedoch immer nur die
Ausnahme.
Erneut zwei Palästinenser getötet
Zwei Palästinenser wurden am Dienstag getötet. Ein Extremist sei in Nablus
erschossen worden, als er vor den Soldaten habe fliehen wollen, teilte ein
Armeesprecher mit. Angeblich handelt es sich um einen führenden Funktionär der
Tanzim-Miliz, die der Fatah-Beweggung von Palästinenser-Präsident Arafat nahe
steht. Im Gazastreifen erschossen Soldaten eien Palästinenser, der laut Armee
mit einem Maschinengewehr bewaffnet war. Auch am Montag hatte die Gewalt in
Nahost drei Palästinenser das Leben gekostet. Zusätzlich wurden in der Nacht
im Westjordanland drei Männer festgenommen, die nach Armeeangaben
Selbstmordanschläge in Israel planten.
UN-Hilfsorganisation benötigt finanzielle Mittel
Die UN-Hilfsorganisation UNRWA erklärte unterdessen, sie könne ihre Arbeit in
den besetzten Gebieten nicht mehr fortsetzen, wenn sie nicht umgehend 94
Millionen Dollar erhalte. Die jetzigen Ressourcen reichten nur noch bis Ende März.
UNRWA ist vor allem in den palästinensischen Flüchtlingslagern im Gazastreifen
und Westjordanland tätig.