Der Krieg geht weiter!!!

13. März 2002: Papst Johannes Paul II. empfängt während der Generalaudienz im Vatikan eine Delegation der italienischen Luftwaffe.
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Erster Tag der Sicherheitskonferenz in München 2./3. Febr. 2002 Irak rückt stärker ins Visier der USA Die USA konzentrieren sich im Kampf gegen den internationalen Terrorismus offenbar verstärkt auf den Irak. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz wurde am Samstag zugleich deutlich, dass die Vereinigten Staaten wegen ihrer technologischen Überlegenheit bei Kampf-Einsätzen nicht unbedingt auf die militärische Unterstützung der anderen Nato-Partner setzen. Deutsche Politiker gegen Irak-Einsatz Irak
ist "nächste Front" Kritik an den USA |
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Krieg gegen den Terror
Aktionen in Somalia geplant
Der
von den USA geführte internationale Kampf gegen den Terrorismus soll nach
Angaben aus gut unterrichteten Kreisen auf Somalia ausgeweitet werden. Die Frage
sei nicht mehr, ob dort eingegriffen werde, sondern nur noch wann und mit
welchen Mitteln, hieß es nach einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in
Brüssel. In Somalia sollen sich Mitglieder der El-Kaida-Organisation von Osama
bin Laden aufhalten.
Nato nur
indirekt beteiligt
Die Nato selbst ist bisher nur in geringem Umfang an den derzeitigen Militäreinsätzen
beteiligt. Sie ersetzt Flugzeuge und Schiffe, die die USA für die Operationen
in Afghanistan benötigen.
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McCain: Irak ist "nächste Front"
Der US-Senator John McCain nannte in München als "nächste Front"
bereits den Irak. Von dem Diktator Saddam Hussein gehe die Gefahr der
Entwicklung und des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen aus. "Ein
Terrorist residiert in Bagdad", sagte er. Auch in der nächsten Phase des
Kampfes seien "amerikanische Stiefel auf dem Boden" erforderlich, auch
wenn dies mehr Opfer fordern könne als in Afghanistan.
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"Ausräuchern"
der Höhlenverstecke
Hunderte afghanische Soldaten zogen den Ring um die labyrinthartigen Höhlensysteme
im Kampfgebiet bei Schah-e-Kot enger, wo sich Hunderte Taliban- und El-Kaida-Kämpfer
mitsamt ihren Familien verschanzt halten sollen. Ziel der "Operation
Anaconda" - der bislang größten Luft- und Bodenoffensive des Kriegs unter
Führung der USA - ist es, die Taliban- und El-Kaida-Kämpfer aus ihren Höhlenverstecken
zu drängen und ihnen mögliche Fluchtwege nach Pakistan abzuschneiden.
Bush bekräftigt Entschlossenheit
Ihren Codenamen erhielt die Operation nach der Riesenschlange, die ihre Opfer
erwürgt. Es ist das erste Mal seit Kriegsbeginn vor fünf Monaten, dass auch
konventionelle US-Truppen bei einer Bodenoffensive mitkämpfen. Am Montag waren
beim Abschuss zweier US-Hubschrauber im Osten Afghanistans sieben amerikanische
Soldaten ums Leben gekommen und 40 weitere verletzt worden. US-Präsident George
W. Bush bekräftigte dennoch seine Entschlossenheit zur Fortsetzung des Krieges.
Offensive erfolgreich gestartet
General Tommy Franks, Chef des US-Zentralkommandos, erklärte, dass bislang schätzungsweise
100 bis 200 feindliche Kämpfer getötet worden seien. Mehrere Personen,
darunter auch El-Kaida-Mitglieder, seien in Gefangenschaft geraten. Zielgebiet
der Operation sei ein rund 150 Quadratkilometer großes Gebiet südlich der
Stadt Gardez. Die Offensive werde von Kampfflugzeugen und Bombern der Typen
F-15, B-1, B-52, AC-130 und A-10 sowie von französischen
Mirage-2000-Kriegsflugzeugen unterstützt.
Kämpfe
in Afghanistan - Deutsche KSK-Soldaten beteiligt
Scharping
rechtfertigt Informationspolitik
Über den Kampfeinsatz deutscher KSK-Soldaten in der Region um Gardez äußerte
sich von Butler nicht. Deren Einsatz sei von ISAF völlig getrennt, sagte er.
Verteidigungsminister Rudolf Scharping rechtfertigte unterdessen die zurückhaltende
Informationspolitik der Bundesregierung zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan.
Die Sicherheit der Soldaten habe "höchste Priorität". Die Situation
der Truppe in Afghanistan sei unverändert. Die Bundeswehr unterstütze weiter
den Transport von Verletzten zwischen Kabul und Bagra.
Deutsche Soldaten seien in Sicherheit
Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler, Kommandeur des deutschen
Truppenkontingents in Afghanistan, stufte die Lage der Bundeswehr in Kabul,
trotz der Offensive in Ostafghanistan, als sicher ein. Die Bundeswehr sei auf
Gefahren und Risiken eingestellt. Das Camp in Kabul werde rund um die Uhr
strengstens bewacht. Hinweise auf mögliche Terroranschläge gegen die Deutschen
hätten sich nicht bestätigt, sagte von Butler dem ZDF.
6.3.2002
Widerstand von El Kaida in Afghanistan ungebrochen
Alliierte erwägen Aufstockung der Schutztruppe
Die
internationale Schutztruppe in Afghanistan soll möglicherweise vergrößert
werden. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten erwägen offenbar, die Stärke
auf 9.000 Soldaten zu verdoppeln. Wie westliche Diplomaten in New York
erklärten, soll auch geprüft werden, ob das Einsatzgebiet der Truppe von Kabul
und Umgebung auf andere Städte Afghanistans ausgeweitet werden kann.