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"Die Wiege der Menschheit wird zu einem Friedhof"
Rede von Conrad Schuhler (München) anlässlich einer
Friedensveranstaltung in Ingolstadt
Im Folgenden
dokumentieren wir eine Rede von Conrad Schuhler (München), die er am 29. März
in Ingolstadt gehalten hat und worin er sich mit der aktuellen Situation aus
Sicht der Friedensbewegung auseinandersetzt.
Wir werden in diesen Tagen Zeugen eines ungeheuerlichen Kriegsverbrechens,
begangen von den USA und Großbritannien, die von der deutschen Regierung nach
wie vor als enge Bündnispartner bezeichnet und behandelt werden.
Seit nunmehr 10 Tagen läuft die Aggression der USA und Großbritanniens gegen
den Irak, und die alliierten Aggressoren haben große Chancen, die Tötungsraten
ihres ersten Golfkrieges im Jahr 1991 weit zu übertreffen. Damals waren nach
US-Angaben bei den Bombardierungen 5.000 irakische Zivilisten getötet worden.
In den Monaten danach starben weitere 110.000 irakische Zivilisten, weil die
US-Bomber die städtische Infrastruktur und die Versorgung mit
Nahrungsmitteln, Wasser und Elektrizität zerstört hatten.
Dieses Mal wollen die USA ihr Bombardement noch intensivieren. Angeblich sind
60 bis 70% der eingesetzten Raketen "smart", was zielgenau heißen
soll. Doch selbst in dieser Kategorie wird mit einer Fehlerquote von 10%
gerechnet. Bisher haben die USA nach eigenen Angaben rund 6.000 Präzisionsbomben
und Raketen und 1.000 Cruise Missiles eingesetzt. Mindestens 700 dieser
Sprengsätze haben also militärische Ziele verfehlt und sind zumeist bei der
Zivilbevölkerung eingeschlagen. Beim Großangriff auf Bagdad, wo 3000 Bomben
und Cruise Missiles innerhalb weniger Stunden auf die 5-Millionen-Stadt
niedergehen sollen, werden mindestens 300 weitere Raketen auf zivile Ziele
treffen. Und es muss bezweifelt werden, dass die USA wirklich nur auf militärische
Ziele aus sind. In Afghanistan waren die bevorzugten Ziele neben Staudämmen
Moscheen und Krankenhäuser.
Im afghanischen Blitzkrieg haben die USA so doch immerhin fast 5.000
Zivilisten umbringen können. In dieser Woche schlugen Raketen auf Marktplätzen
in Bagdad und in weiteren Wohnvierteln ein und töteten mehrere hundert
Zivilisten. Eine der Rechtfertigungen der Mörder aus Washington lautete, die
im Irak regierende Baath-Partei sei so barbarisch, ihre Parteibüros mitten in
Wohngebieten zu unterhalten. Nun müsse die Zivilbevölkerung eben mitleiden.
Die UN gehen davon aus, dass die Kriegführung der USA zu mindestens zwei
Millionen Flüchtlingen führen wird. Unabhängige Hilfsorganisationen rechnen
mit mindestens 5 Millionen Flüchtlingen und Obdachlosen. Die
Versorgungsmittel der Hilfsorganisationen für zwei Millionen Flüchtlinge
reichen gerade für ein eineinhalb Tage. Die UN rechnet aber damit, dass 10
Millionen Menschen schnell ohne Nahrungsmittel sein werden. Die USA haben das
frühere Programm "Öl für Lebensmittel", das eine Größenordnung
von 10 Milliarden Dollar hat, gewaltsam beendet, aber bisher nur 40 Millionen
Dollar für humanitäre Hilfe bereit gestellt, der Gegenwert von 40 Cruise
Missiles. Der eben beschlossene Nachtragshaushalt für den US-Krieg ist mit 75
Milliarden Dollar fast 2000 mal höher. Das US-Office of Reconstruction and
Humanitarian Assistance, das die Hilfe für die irakische Bevölkerung
koordinieren soll, ist eine Unterabteilung des Pentagon. Diese
Pentagon-Filiale will die gesamte Hilfe einbetten in die Strategie der Kriegsführung
der USA.
Wir als Friedensbewegung sagen: Keinen Euro, keinen Dollar für sogenannte
humanitäre Hilfe, die nichts anderes ist als eine Unterstützung der
US-Aggression! Das irakische Volk braucht Hilfe - aber nicht als Almosen und
Propagandamittel der US-Besatzungsmacht! Diese Hilfe wäre nichts anderes als
ein Teil der Kriegsmaschine! Hilfe für den Irak heißt: Sofortiger
Waffenstillstand! Hilfe für den Irak heißt: Die Aggressoren müssen sofort
das Land verlassen! Hilfe für den Irak heißt: Die UN übernimmt die
Kontrolle über das Land, die Inspektoren kehren zurück und die
Hilfsorganisationen der UN und andere leisten die Hilfe den Menschen und nicht
den Truppen der US-Armee!
Die Regierung Bush hat behauptet, sie müsse den Krieg gegen den Irak führen,
um das Land zu einem Modell der Demokratie und zum Ausgangspunkt der
Demokratisierung der gesamten Region zu machen. Stattdessen machen sie das
Land zwischen Euphrat und Tigris, die berühmte Wiege der Menschheit, zu einem
Friedhof. In Wahrheit hatten sie auch nie etwas anderes vor. Es ging den USA
immer in erster Linie um den Zugriff auf das Erdöl, die wichtigste Ressource
der Weltwirtschaft, um so ihre dominierende Rolle bei der neoliberalen
Globalisierung zu sichern und auszubauen. Die USA stellen 4% der Weltbevölkerung,
reißen aber 26% des jährlichen Ölverbrauchs an sich. In zehn Jahren
versiegen die letzten Ölquellen der USA. Dann müssen sie vier mal mehr als
heute importieren. Doch schon heute haben die USA ein Außenhandelsdefizit von
550 Milliarden Dollar, über 5% ihres BIP. Wenn die USA in zehn Jahren ihr Öl
im Ausland mit Nicht-Dollar-Währung bezahlen müssten, wären sie von heute
auf morgen pleite. Denn dann wären eine Billion Dollar im Jahr fällig, und
die USA haben heute schon 31 Billionen Dollar Schulden im Ausland, drei mal so
viel wie das BIP beträgt.
Deshalb wollen die USA weltweit Öl und Erdgas unter ihre Kontrolle bringen,
weil sie nur so ihre imperiale Rolle als einzige Supermacht weiter spielen können.
Deshalb haben sie Afghanistan überfallen, weil dies das wichtigste
Durchgangsland für das Öl aus der Region des Kaspischen Meeres ist. Deshalb
überfallen die USA jetzt den Irak, weil er die zweitgrößten Ölreserven der
Welt hat. Deshalb steht der Iran als nächster auf der Liste der
"Schurkenstaaten", weil der Iran ebenfalls einer der größten Erdölproduzenten
der Welt ist.
Der sogenannte Krieg gegen den Terror ist nichts anderes, als die Ausbeutung
der ganzen Welt, der Völker und der Rohstoffe, mit militärischen Mitteln zu
sichern. Weil die politischen Mittel, die Bestechung der lokalen Eliten in der
Armen Welt nicht mehr funktionieren. Diese Eliten haben bei ihren Völkern
jede Legitimität verloren, viele gehen schon auf Distanz zu den USA.
Wir, die Friedensbewegung, sagen: Unsere Solidarität gehört nicht den
Kriegern aus Washington, sondern den Völkern der Welt, die um ihre schiere
Existenz kämpfen müssen. Jeder vierte Mensch lebt heute unterhalb der
Armutsgrenze. Jeder vierte Erwerbsfähige ist ohne Arbeit. Jährlich
verhungern 15 Millionen Menschen. Aber 350 Milliardäre aus den USA, Europa
und Japan haben ein größeres Vermögen als das Jahreseinkommen von 60% der
Menschheit.
Dieses Elend, diese Zukunftslosigkeit ist der Nährboden von Terror und
Gewalt. Wir verurteilen die Terrorkrieger aus Washington, den Widerstand mit
Bomben aus der Welt schaffen zu wollen. Wir sagen: wer eine friedliche Welt
will, der muss eine gerechte Welt schaffen! Die Wurzel des Übels ist der
hemmungslose Kapitalismus, die neoliberale Globalisierung, für die Menschen
und Natur nur Mittel zu dem einzigen Zweck ihrer Profitmache sind.
Um Ihnen die Denkungsart der Herren der Welt von Wall Street und Washington
vor Augen zu führen, will ich zwei Zitate anführen. Das erste ist aus der
New York Times und stammt von Thomas L. Friedman, dem früheren Assistenten
von Madeleine Albright, der Außenministerin von Präsident Clinton. Es
lautet: " Die unsichtbare Hand des Marktes funktioniert nicht ohne die
sichtbare Faust. McDonalds kann nicht prosperieren ohne McDonnel-Douglas, den
Fabrikanten der Kampfflieger F-15. Die sichtbare Faust sichert auf der ganzen
Welt den Sieg der Technologieprodukte aus dem Silicon Valley. Diese Faust sind
die Landstreitkräfte, die Marine, die Luftwaffe und das Marine-Corps der
Vereinigten Staaten." (New York Times Magazine, 28.3.1999).
Das zweite Zitat ist jüngeren Datums, aus der "Nationalen
Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika" vom September
2002. Dort verkündet die Bush-Regierung ihr Privileg, dass sie, "um
Bedrohungen durch unsere Feinde zuvor zu kommen, wenn notwendig, präventiv
zuschlagen wird". Die USA, heißt es weiter, "(erfreuen) sich einer
Position unvergleichbarer militärischer Stärke und großen ökonomischen und
politischen Einflusses...Diesen Moment der Gelegenheit wollen die USA nutzen,
um die Vorteile der Freiheit über den Globus auszubreiten. Wir werden aktiv
daran arbeiten, die Hoffnung von Demokratie, Entwicklung, freiem Markt und
freiem Handel in jeden Winkel der Erde zu bringen." (www.whitehouse.gov/ncs/nss).
Die USA wollen also ihr System des hemmungslosen Kapitalismus in jeden Winkel
der Erde verbreiten. Hier muss man daran erinnern, dass in den USA 40
Millionen Menschen, 15% der Bevölkerung, offiziell als arm gelten. Eben so
viele Menschen, 40 Millionen, haben keine Kranken- oder Rentenversicherung. In
den USA kann man in der Tat an den Zähnen eines Menschen ablesen, welchen
sozialen Status er hat. Manager haben gute Zähne, denn die Vorstände von
US-Firmen verdienen im Durchschnitt 400mal mehr im Jahr als Arbeiter und
Angestellte.
Indem die USA nun den Krieg zur prägenden Kategorie der Weltpolitik machen,
wollen sie sich die unanfechtbare Dominanz sichern. Zwar übersteigt auch die
Wirtschaftskraft der USA die aller EU-Länder bei weitem, aber in der "Währung
der Waffen" sind die USA geradezu Monopolist. Deutschland zum Beispiel
bringt es nur auf ein Zwanzigstel der Feuerkraft der USA - zusammen kommen Großbritannien,
Frankreich und Deutschland gerade mal auf ein Fünftel (dabei sind die zusätzlichen
Ausgaben der USA für den Irak-Krieg noch nicht einbezogen). Und dies
beleuchtet nur den quantitativen Aspekt. In der Qualität schneller und
punktgenau operierender globaler Einsatzgruppen ist nur die US-Armee den
Anforderungen des sog. Krieges gegen den Terror gewachsen. Der lang anhaltende
Krieg macht die USA zum lang anhaltenden Souverän, zur Macht, die unilateral
die Welt dominiert. Und die Ideologie der permanenten und alle bedrohenden
"Terrorgefahr" soll die Juniorpartner in Reih und Glied zwingen wie
früher die Lehre von der allgegenwärtigen "Roten Gefahr".
Nun endlich fangen die deutsche Regierung und Frankreich und andere endlich
damit an, gegen dieses Diktat der USA aufzumucken. Im Jugoslawien- wie im
Afghanistan- Krieg, beide ebenso grundgesetz- und völkerrechtswidrig wie die
Aggression gegen den Irak, stand die deutsche Regierung in "uneingeschränkter
Solidarität" zu den USA. Rot-Grün hat die grundsätzliche Legitimation
von Angriffskriegen in der deutschen Öffentlichkeit erst durchgesetzt.
Bundeskanzler Schröder rühmt sich zu Recht, dass keine andere politische
Konstellation dies in so kurzer Zeit geschafft hätte. Wenn die deutsche - wie
auch die französische oder russische Regierung - den USA im Fall Irak in der
Vorgehensweise widerspricht, dann nicht aus neu entdeckter Friedensliebe,
sondern weil sie die Zeit für gekommen hält, das eigene Gewicht im Rahmen
der Globalstrategie zu erhöhen: die unilaterale Position der USA wird
herausgefordert. Die Deutschen und ihre Partner wollen ihr Gewicht erhöhen
und sie wollen einen anderen Mix von militärischen und politischen Maßnahmen,
einmal weil eine rein militärische Version sie zu bloßen Vasallen stempeln würde,
zum anderen weil ihnen die Kosten einer globalen Militärkontrolle zu hoch
erscheinen.
Dieser Kostengesichtspunkt spielt auch in den USA selbst eine zunehmend größere
Rolle, und er wird noch mehr in den Vordergrund treten, sollte sich der Krieg
im Irak länger hinziehen, wofür derzeit einiges spricht. Große Teile des
Finanzkapitals, z.B. der Super-Spekulant Soros, wenden sich gegen den Krieg
und plädieren für die Aufnahme politischer Mittel und ein abgestimmtes
Vorgehen. Auch der gelernte Kriegsverbrecher Henry Kissinger wie die Strategen
Brzezinski und Scowcroft waren aus Gründen der hohen finanziellen und
politischen Kosten gegen den Krieg. Doch die Sektoren des US-Kapitals, die das
Weiße Haus beherrschen, nämlich die Öl-, Energie-, Auto-, Pharma- und Rüstungssektoren,
setzen bis jetzt strikt auf den militärischen Knüppel und ihre Präsidentenpuppe
exekutiert das vorgegebene Programm. Diese rigorosen Bellizisten des globalen
Kapitals stellen eine enorme wirtschaftliche Kraft dar. Von den 50 größten
TNK der Welt entfallen mehr als die Hälfte auf diese Bereiche. Viele andere,
wie z.B. Siemens, das große Teile der US-Armee mit Software ausstattet, u.a.
auch die Air Force One des Präsidenten, die also eine große Affinität zum Rüstungssektor
haben, sind hierin noch nicht enthalten.
Die Frage aller Fragen lautet heute, wie dieser Kriegsblock zu stoppen ist.
Der entscheidenden Faktor ist darin zu sehen, dass der Supermacht USA nicht
nur Widerspruch von Seiten mittelgroßer Kapitalmächte entgegenschlägt,
sondern, wie die New York Times schrieb, eine zweite Supermacht entstanden
ist, nämlich die Meinung der Weltöffentlichkeit gegen den Krieg. So wie
schon die berühmte Goslarer Rede von Kanzler Schröder nur zustande kam, weil
Schröder witterte, dass ihn der Friedenswille der Deutschen wieder ins Amt
bringen würde, so ist auch das standhafte Auftreten von Chirac und Schröder
in den UN gar nicht denkbar ohne die internationale Friedensbewegung, die an
einem einzigen Tag, dem 15. Februar, in aller Welt 11 Millionen Menschen auf
die Beine brachte. Diese Friedensbewegung muss sich selbstverständlich weiter
auf die Differenzen im Lager des globalen Kapitals stützen. Es macht aber
z.B. keinen Sinn, Schröder und die rot-grüne Koalition wegen ihrer angeblich
großartigen Haltung zu loben oder sich gar auf ihre Standfestigkeit zu
verlassen. Tatsächlich gehen die Deutschen so vor, dass sie sich formell aus
dem Krieg heraus halten, ihn aber de facto unterstützen, von den Überflugrechten
über die Awacs-Flieger bis zu den Einsätzen der deutschen Panzer in Kuweit.
De facto sind Einheiten und Soldaten der Bundeswehr Bestandteil der
Kriegsmaschine.
Für die deutsche Abteilung der internationalen Friedensbewegung besteht die
Pflicht, diese Diskrepanz anzuprangern. Für uns kommt es darauf an, einen so
starken Druck zu entwickeln, dass die Bundesregierung gezwungen wird, ihre
materielle Unterstützung der Aggression einzustellen. Wir fordern darüber
hinaus, dass Deutschland die Aggression der USA und GB offiziell als völkerrechtswidrigen
Akt anprangert und eine Vollversammlung der Vereinten Nationen beantragt, wo
die Aggressoren verurteilt und zur sofortigen Einstellung ihrer Aktionen
aufgefordert werden. Wir dürfen auch nicht zulassen, dass der Krieg als fait
accompli beiseite gelegt wird, und man sich nun an angeblichen Hilfsmassnahmen
in einem US-Protektorat Irak beteiligt. Für die Kosten der Besatzung und die
Hilfe für die Besatzungsopfer sind die Besatzungsmächte verantwortlich. Die
in der Tat dringend benötigte Hilfe kann von der sogenannten internationalen
Gemeinschaft nur geleistet werden, wenn diese die Kontrolle im Irak übernommen
hat. Die Truppen der Aggressoren haben aus dem Irak zu verschwinden, mitsamt
den US-Firmen, die in ihrem Tross schon im Land sind.
Eine der neuesten Schwindelformulierungen der Kriegstreiber lautet heute, nun
müsse aber der Krieg schnell beendet werden. Man müsse die Leiden der
Zivilbevölkerung abkürzen. So müsse doch jeder hoffen, dass der Irak
schnell klein beigibt, die USA ihr Kriegsziel schnell erreichen.
Eine solche Haltung hat mit Moral nur insofern etwas zu tun, als sie das
glatte Gegenteil davon ist. Wenn die USA im Irak mit ihrer Doktrin des
langanhaltenden Krieges nach eigenem Gusto, wider Völkerrecht und UNO-Charta,
durchkommen, dann werden sie den nächsten, schon angekündigten Schlag gegen
den Iran führen, usw, usw. Die Liste der Schurken- und potentiellen
Terrorstaaten ist lang, sie umfasst 62 Nationen. Wollen wir uns wirklich wünschen,
dass die USA im Irak einen Erfolg feiern und schnell mit ihrer globalen
Todesliste fortfahren können?
Nein, der Irak darf keine Erfolgsstory für die Kriegsstrategen im Weißen
Haus werden. Der Irak-Krieg muss vielmehr für die USA zum politischen Fiasko
werden, so wie der Vietnamkrieg zum Fiasko für die Regierung Nixon wurde.
Dann wäre es mit der Präsidentschaft Bush im November nächsten Jahres, bei
den nächsten Präsidentenwahlen, vorbei. Dies würde Hunderttausenden
Menschen Leben und Gesundheit retten. Die Ursachen für Krieg und Terror,
Ausbeutung und Elend, wären dann noch nicht beseitigt. Die Friedensbewegung müsste
dann den nächsten Schritt tun, und eine Bewegung werden, die für eine
andere, eine gerechte Welt kämpft.
Heute aber heißt die Losung:
Sofortiger Waffenstillstand im Irak!
Schluss mit der Kriegsunterstützung durch Deutschland!
Amis raus aus dem Irak!
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