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Rumsfeld sagte, es gebe eine nicht unbedeutende Zahl von
Staaten, die den USA bereits Unterstützung bei einem militärischen
Vorgehen gegen Irak oder die Nutzung von Militärstützpunkten
und Überflugsrechte zugesagt hätten.
Andere Länder hätten signalisiert, sie würden beim
Wiederaufbau Iraks helfen, wenn dort ein Machtwechsel
stattgefunden habe.
„Dann gibt es noch drei oder vier Länder, die gesagt habe,
sie würden gar nichts tun“, sagte Rumsfeld. „Ich denke,
Libyen, Kuba und Deutschland sind diejenigen, die angedeutet
haben, sie würden in keiner Beziehung helfen.“
Coats: Deutschland hat Druck auf Saddam unterminiert
Bereits im vergangenen Monat hatte Rumsfeld Frankreichs und
Deutschlands ablehnende Haltung zu einen Militärschlag gegen
Irak als Problem bezeichnet. Beide Länder repräsentierten
nicht das „neue Europa“, sondern stünden für das „alte
Europa“.
Auch der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, ging
hart mit Deutschland ins Gericht. Er warf der Bundesregierung
vor, den Druck auf den irakischen Präsidenten Saddam Hussein
unterminiert zu haben.
Coats sagte der Berliner Zeitung: „An einem der
kritischten Punkte des ganzen Verfahrens, wenige Tage vor dem
Blix-Bericht Ende Januar, als der Druck auf Saddam zur Erfüllung
der der UN-Resolutionen am höchsten war - genau an diesem
Punkt hat die deutsch-französische Erklärung die Bemühungen
unterminiert.“
„Ernste Zweifel, ob Deutschland noch ein verlässlicher
Partner ist
Der US-Botschafter sagte in dem Interview weiter, ausgerechnet
die zwei Staaten, die die USA ständig zu einem Gewaltverzicht
drängten, hätten mit ihrer Haltung die Anwendung von Militärgewalt
wahrscheinlicher gemacht.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Frankreichs Präsident
Jacques Chirac hatten vor Vorlage des Berichts von
UN-Waffeninspektor Hans Blix mehr Zeit für die UN-Waffenüberprüfungen
gefordert. Damit wurde aus Sicht Coats der Druck vom Irak
genommen.
Deutschland habe sich durch sein frühzeitiges Nein aus dem
Verhandlungsprozess verabschiedet, fügte Coats hinzu. Der
US-Botschafter warnte vor einem schweren Vertrauensverlust der
Bundesrepublik in den USA und deutete mögliche ökonomische
Konsequenzen an.
In den USA seien „ernste Zweifel aufgekommen, ob Deutschland
noch ein verlässlicher Partner ist“. Dies schade den
Beziehungen, „und sicherlich schadet es Deutschland“,
sagte Coats.
(sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP)
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