Kleine Schießerei entwickelte sich zum Gefecht
Ein Sprecher der US-Armee sagte, die USA hätten schon seit einiger Zeit
Informationen über Truppenansammlungen in dem Gebiet gehabt. Am Montag sei es
gelungen, einige der Truppen zu lokalisieren. Am Dienstag sei es zunächst zu
einem kleineren Feuergefecht gekommen. Dabei sei ein Afghane getötet und ein
weiterer gefangen genommen worden. Auch dieser berichtete von einer größeren
Truppenansammlung in den Bergen nahe dem afghanisch-pakistanischen Grenzübergang
Spinboldak.
Schweres Geschütz gegen die Bergstellungen
Ein Apache-Kampfhubschrauber habe daraufhin das genannte Gebiet überflogen und
sei aus Handfeuerwaffen beschossen worden, was das Gefecht ausgelöst habe.
Einige der Kämpfer hielten sich in Höhlen vesteckt, hieß es. Der
Armee-Sprecher sagte, mindestens 18 Rebellen seien bei den darauffolgenden Kämpfen
getötet worden. Auf Seiten der Amerikaner und ihrer Verbündeten habe es keine
Opfer gegeben. Kampfflugzeuge vom Typ B-1, F-16 und AC-130 griffen die
feindlichen Stellungen an. Nach Armeeangaben handelte es sich um die schwersten
Kämpfe seit der Operation Anaconda vor neun Monaten. Damals hatten 1500
US-Soldaten versucht, rund 1000 Kämpfer der Taliban und der Al-Kaida aus den
Bergen im Osten Afghanistans zu vertreiben.
Der "Islamo-Faschist"
Der Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer (CDU), Mitglied im außenpolitischen
Auschuss, sagte
Kabul in Schutt und Asche gelegt
Im Kampf gegen die Sowjet-Truppen avancierte er mit amerikanischer Hilfe zum mächtigsten
Feldherren der Paschtunen, die einen Anteil von über 60 Prozent an der
Gesamtbevölkerung haben. Als nach dem Abzug der Russen die Truppen der heutigen
Nordallianz als erste in Kabul einrückten, griff Hekmatjar die Hauptstadt an
und löste einen fünf Jahre dauernden Krieg aus. Kabul wurde dabei in eine mit
Minenfeldern verseuchte Trümmerlandschaft verwandelte. Nach dem Sieg der
Taliban ging Hekmatjar ins iranische Exil, aus dem er im vergangenen Jahr zurückgekehrt
sein soll. Gerüchten zufolge sammelt er seitdem neue Truppen aus den Reihen der
überwiegend paschtunischen Taliban.